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Anfallserkrankungen

Anfallserkrankungen (Epilepsie, Bewusstseinsstörungen)
sind sehr unterschiedliche Erkrankungen, was Ursache und auch Anfallscharakter betrifft; mit einer Prävalenz von 0.5-0.8% gehören die Epilepsien zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen.
Der epileptische Anfall ist durch abnorme Entladungen der Nervenzellverbände im Gehirn bedingt, es treten Störungen höherer Hirnfunktionen (Bewusstseinseinschränkung, abnorme Sinnesempfindungen, psychische Veränderungen) sowie auch motorische Veränderungen (z.B. Krämpfe der Arme oder Beine) auf.
Es können fokale Epilepsieformen (bei ihnen liegt eine umschriebene Läsion eines Gehirnareals vor) von generalisierten Formen unterschieden werden.
Wichtig ist eine exakte Diagnose des Anfallstypus sowie eine konsequente medikamentöse Therapie, mit deren Hilfe 60-70% aller an Epilepsie erkrankten Menschen anfallsfrei werden können. Wichtig ist auch die Abgrenzung von anderen anfallsartig auftretenden Symptomen.
Auch die Therapie (Überprüfung) bzw. auch Modifikation der Antiepileptika (Besprechung unzureichender Dosierung, Diskussion von möglichen Nebenwirkungen) sind für eine optimale Patientenbetreuung äußerst wichtig.
Einem kleinen Teil der Patienten kann auch mit einem epilepsiechirurgischen Eingriff geholfen werden.
Falls es sich bei der medikamentösen Therapie eine Langzeittherapie handelt, sind für den Patienten auch spezielle Fragen (Kombination mit anderen Medikamenten, Nebenwirkungen, Schwangerschaft und Reisen) von Bedeutung.

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